2008 Altmühl-PaddelnMit einer ausgiebigen Zugfahrt nach Treuchtlingen begann eine schöne Ferienwoche auf dem Wasser. Klein Moritz, Kristina und ich fuhren 6 Tage auf der Altmühl.

Hier “ein paar” Bilder. Allgemeine Infos zum Altmühltal: http://www.naturpark-altmuehltal.de

Am Pfingstsonntag ging es mit einer 8-stündigen Bahnfahrt los. Unsere erste Nacht im Zelt auf dem Bootsrastplatz in Treuchtlingen war recht kühl.

Sonne satt am nächsten Morgen. Unser Bootsvermieter, Herr Lippenberger war pünktlich und übergab uns unsere 2 Paddelboote.

Der Bootsverleih Pappenheim, Inh. Lippenberger, Zimmern 40 und Eßlingen Nr. 1, 91788 Pappenheim, Tel: 0171/8718897, Fax: 09145/837391, Email: info@lippenberger.net - sehr zu empfehlen! Nicht nur der Preis stimmte. Herr Lippenberger hatte alles dabei: Tonnen, wasserdichte Säcke und Kinder-Schwimmwesten zum ausprobieren! Gute Beratung, Pünktlichkeit und telefonische Erreichbarkeit zählen zu seinen Stärken. Sehr flexibel handhabte er auch den Rücktransport der Boote. Wir wollten mit, Zeit und Ort waren bei Vereinbarung jedoch noch nicht bekannt - Kein Problem für Herr Lippenberger.

Dann ging es los. Unsere Tagesetappen waren 16-20 km weit. Es blieb uns genügend Zeit, interessante Orte am “Wasserrand” zu besuchen oder mit Moritz zu spielen.

1. Etappe: Solnhofen

Nach den ersten Paddelschlägen erreichten wir Pappenheim. Bei einem ausgiebigen Spaziergang durch die mittelalterliche Stadt besuchten wir die Burg. In einem typisch fränkischen Gasthaus probierten wir Schweinebraten mit Klöße. Unsere Boote warteten an einer Umtragestelle. Alles Gepäck war noch da. Vorbei an vielen kleinen Ortschaften erreichten wir die Solnhofer Mühle, ein Bootsrastplatz, der schon fast Campingplatz-Komfort bot. Wir konnten duschen und für frische Brötchen am Morgen war auch gesorgt.

2. Etappe: Dollnstein

In Mörgensheim stiegen wir kurz aus, die Beine zu vertreten. Eine kleine Kirche lud zum Verweilen ein. Grasmähmaschienen störten die idyllische Ruhe. Nach ein paar Paddelschlägen erreichten wir unser erste “Bootsrutsche”. Dankbar waren wir für den Rat, zunächst uns die Sache mal anzuschauen, bevor wir drauf los fuhren. Es war spannend. Das stand fest. Als erstes fuhr ich mit dem Gepäckboot, traf die ca. 3m breite Rutsche. Eine Flutwelle am Ende füllte das Boot mit Wasser, ich war völlig nass. Aber es hat Spaß gemacht. Schnell fuhr ich ans Ufer und erreichte Kristina und Moritz noch vor ihrer Abfahrt. Kristina folgte dem Rat, es mit leerem Boot allein zu versuchen. Auch sie wurde nass, aber es hat ihr riesigen Spaß gemacht. Mit unserem Schwamm (Herr Lippenberger hatte auch daran gedacht!) legten wir die Boote trocken und fuhren weiter. An der zweiten Rutsche profitierten wir von unseren Erfahrungen. Nur mit leerem Boot ging es gut. Kristina steuerte beide Boote über die Rutsche - auch diesmal mit großem Vergnügen.

In Dollenstein angekommen, beeilten wir uns mit dem Einkauf des Proviants. Es sollte noch weiter gehen. Unterwegs merkte ich jedoch, dass wir bereits den Campingplatz erreicht hatten. Fuhren ein Stück zurück und probierten das erste Mal einen “Einmalgrill”. Es wurde sehr spät mit dem Abendbrot-Essen.

3. Etappe: Eichstätt

Wieder ein Morgen ohne ein Wölkchen am Himmel, Sonnenschutzcrem wurde ausreichend verschmiert. In Breitenfurt war unser erster Halt, ein kleiner Ort ohne eine Einkaufsmöglichkeit. Aber er hatte einen Campingplatz, der auf unserer Karte nicht verzeichnet war. Wir fuhren also gleich weiter, schließlich war eine “Großstadt” unser Ziel.

Schnell erreichten wir die Vororte von Eichstätt. Unser Bootsrastplatz konnte nicht mehr weit sein. Doch es zog sich noch lange hin, es waren noch einige Umtragungen zu bewältigen. Ganz am anderen Ende der Stadt war unser Ziel. Nach dem Einkauf unseres Proviants besichtigten wir die schöne barocke Altstadt. Ein fränkisches Restaurant ludt zum Verweilen ein, Schweinebraten mit Klöße schmeckten wieder etwas anders.

4. Etappe Gungolding

In Inching fanden wir einen Spielplatz in der Nähe eines schön gelegenen Bootsrastplatzes. Die Gaststätte war jedoch mehr auf Abendgäste eingestellt und so ging es weiter nach Rieshofen, wo wir Reste einer Wasserburg besichtigen konnten. Auch hier war eine Einkaufsmöglichkeit Fehlanzeige. In Gungolding angekommen erfuhren wir, dass auch hier das einzige Geschäft schon vor 2 Jahren geschlossen hatte. Eine nette Frau holte Ihr Auto aus der Garage und brachte uns ins Nachbardorf, wartete bis wir alles eingekauft hatten und fuhr uns dann zurück. Wir freuten uns über so viel Nachbarschaftshilfe. Unserem 2. Grillabend stand nichts mehr im Wege und wir hatten anschließend noch Zeit für einen Abendspaziergang in die Berge. Der Bootsrastplatz in Gungolding ist sehr schön angelegt, sehr gepflegt und sehr zu empfehlen. In der Nacht regnete es heftig. Wir fühlten uns in unserem Zelt geborgen.

5. Etappe: Kratzmühle

Nach einem ausgiebigen Frühstück in einer Sitzgruppe direkt am Wasser ging es los. Es hatte sich etwas abgekühlt und stellenweise war die Sonne von Wölkchen bedeckt. Ein kleiner Schauer zwang uns in unsere Regenumhänge. So fuhren wir bis Kipfenberg. Eine Burg, die leider nicht besichtigt werden kann und der Supermarkt waren unsere Ziele. Auf dem Spielplatz machten wir Mittagsrast und Moritz konnte sich austoben. Wieder in den Booten, brauchten wir uns nicht mehr eincremen, mal Sonne mal Wolken. Das Tal wurde breiter, die bewaldeten Berghänge rückten etwas in die Ferne. Die ruhige Idylle fand sein Ende, als wir parallel zur Autobahn und ICE-Strecke fuhren. Lärm, den wir längst nicht mehr gehört hatten.

Kratzmühle ist für Camper richtig ausgebaut, auch mit großem Spielplatz. Unser 3. Einmalgrill-Abend gelang perfekt. Die Duschen waren sehr willkommen.

6. Etappe: Beilngries/Kindig

In Google-Earth anzeigen: Strecke Kratzmühle->Beilngries mit Bilder

Unsere Tour begann gleich mit Umtragen. Nach einer Stunde erreichten wir Beilngries. Schon aus der Ferne lockte Schloss Hirschberg. Nach der Stadtbesichtigung und der Wanderung zum Schloß war es Nachmittag geworden. Leider keine Zeit mehr, um weiter bis nach Töging zu fahren. Wir riefen unseren Bootsvermieter, der uns zurück nach Kinding brachte, wo wir unsere letzte Nacht verbrachten. Dieser Bootsrastplatz ist nicht zu empfehlen! Auf einem schmalen Streifen zwischen Altmühl und Fernstraßen-Kreuzung war es sehr laut, keine Platz zum verweilen. Wir entschieden uns für die Gaststätte zum Abendessen.

Nach der Stadtbesichtigung begann es zu regnen. Auch am nächsten Morgen mussten wir im Regen abbauen. Zum Glück kein großes Problem durch die gute Konstruktion unseres Zeltes. 2 km waren es bis zum Bahnhof. War es der Schweiß oder der Nieselregen, der die Kleidung durchfeuchtete? Es hörte auf zu regnen bevor unser Zug kam.

Nach 9 Stunden Bahnfahrt mit dem Schönes-Wochenend-Ticket, incl. Frühstücksaufenthalt in Nürnberg und Mittagessen in Plauen waren wir wieder in Berlin.

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RSS Trackback URL admin | 19. Mai 2008 (16:42)

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